Sonntag, 6. Dezember 2009

4. MOSE, 32,11
Er ging mit ihnen um, wie ein Adler der seinen Jungen das Fliegen lehrt.
Er wirft sie aus dem Nest, begleitet ihren Flug, und wenn sie fallen, ist er da,
er breitet seine Schwingen unter ihnen aus und fängt sie auf.
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Wir müssen aus unserem Nest heraus.
denn Erfahrungen und Herausforderungen des Lebens entgegen.
Uns dem Leben in die Arme werfen.
Das Leben leben.
So wie er sich das für uns dachte.
Und manchmal schubst er uns hinaus, aus dem Nest.
Wenn wir zulange auf einer Stelle verweilen,
uns zurück lehnen und nicht weitergehen,
in der Gewohnheit stehen bleiben,
nicht weiterwachsen.
Er schubst und lässt uns fallen.
Es kann es sein dass wir hart landen,
Bruchlanden,
Sturzflüge hinlegen und uns verletzen,
den Lebensweg für Zeiten verlassen,
ja sogar unser Leben lassen.

Aber er begleitet stets unseren Flug.
Er mutet uns das zu, was wir imstande sind auszuhalten.
Wir entscheiden nicht über die Definition, welcher Flug zu hart war,
welcher Sturz er hätte nicht zulassen dürfen.

Auch wenn wir uns verlassen fühlen
wir sind es nicht.
Auch wenn wir warten.
Auch wenn wir seine schützenden Schwingen nicht spüren.
Auch wenn wir aufgeben.

Wir alle fallen.
Und doch ist er da.
Er ist da und hält dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen.

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