Sonntag, 9. November 2008

Novemberblicke

November. Seine Blicke halten das Fenster beschlagen.
Heizungsluft umschlägt meine Beine.
Trotzdem - ich fröstle.
Der Blick nach draussen ist einsam.
Fliehende Menschen mit Regenschirmen.
Sie träumen vom Frühling.
Ihre Schritte sind schnell und langsam zugleich.
Vielleicht wissen sie nicht, dass eine schöne Zeit vor ihnen liegt.
Die Zeit in der das Licht zurückkehrt.
Sie wollen nur vor den Nebeln zuhause sein.
November ist einsam.
Das Licht ist alleine.
Es scheint als würde sich die Sonne zu dieser Zeit erholen.
Und erst wenige Kerzen brennen.
Novemberrückblick.
Kinder sind mit Laternen gelaufen.
Durch Wiesen, die nass waren.
Und haben ihre kleinen kalten Hände in den großen Jackentaschen ihrer Väter gewärmt.

Plötzlich ein lautes Geräusch.
Das erste, was den stummen Nebel an diesem Morgen zu durchbrechen vermag.
Ein Krahn wird ausgefahren und zwei lächelnde Männer befestigen einen großen Lichterstern an der Straßenlaterne unter meinem Fenster. Sie freuen sich darüber.
Ich öffne das Fenster. Nebelweich.
Die Straße entlang leuchten Laternenlichtersterne.
Das Licht ist zurückgekehrt.

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