Dienstag, 18. Juli 2017



PAUSE

Dem Leben eine Pause gönnen
einmal anhalten
wieder atmen lernen
all die neue junge Luft einsaugen
voll Fremdheit, Mut und Wagnis
durch die Tage trudeln
langsam sein
und spüren- die Zeit ist mein!

Den Wert des Lebens neu erkennen
mit Füßen, die wirklich den Boden berühren
mit Händen, die nicht nur greifen
auch begreifen
und mit Sinn das Tun ergreifen.
An all den unberührten Tagen
kann ich im Träumen weiterfliegen
kleine Geheimnisse finden
oder mal langer Weile sinnen.

Umgeben von all dem grünen Leben
von Wachstum, Veränderung, Erfahrungen,
mit Zweifeln, etwas Risiko und mancherlei Unsinn.
Annehmen was da ist
so wie es läuft
ohne streben nach dem Unbedingten
zusammen kommen
gemeinsam sein
Zeit verschwenden
dem Leben eine Pause gönnen
wieder einatmen, Anlauf nehmen
mm dann
in Ruhe weiterzugehen.
Der Juni riecht besonders gut
er ist des Jahres warmer Mut
Erdbeerglück und Sommerrosen
verbreiten einen schelmischen Geruch
in dieser Zeit ist alle Luft noch jung
zu meinen Füßen sag ich
tanzt!
- dann wenn es bei mir Sommer ist.

Ich nehm' den Moment – zöger nicht
um das Gefühl in den Tag zu bringen
nichts muss, alles geht
nichts zwängt sich auf, alles prallt ab
ich kann mit geschlossnen Augen
diese junge Luft einsaugen,
und plötzlich lächeln
weil ich an den Sommer denk
an Eiscreme im Sonnenlicht
an das Gefühl Fahrradwind im Gesicht
Sommer, bei dem ankommen zweitrangig ist
überall, wo ich bin
ist der Sommer schon drin!
Wie wärs?
Grünes Gras und rote Kirschen
Kerne spucken, Sonne gucken
alles Schöne sehn
Schuhe aus und barfuß gehn
sich schöne Wünsche wünschen
den Juni riechen, auch mal schmollen
nicht immer alles machen was wir sollen.

Regeln gibt es diesmal keine
Denn ich bestimm wolang ich geh
auch einen roten Faden brauch ich keinen
heute lachen morgen weinen
im Juni mischt sich alles gerne.
Im Juni find ich was ich seh.

Mal sitz ich unter frischen rosen
mal gießt der regen übers haar
mal verfall ich langer Weile
mal find ichs wild und wunderbar
mit dir mein schönes Junikind!