Es ist als ob ich plötzlich Platz habe. Um mich.
Vielleicht ruft auch die Sehnsucht nach Platzhaben.
Ein Platz im Licht zu sitzen.
Mich beleuchten lassen.
An diesen wilden Tagen.
Von Kerzenflut ganz hingerissen.
Ein Platz der erinnert, wem sich die Zeit bekennt.
Diese Zeit, die aufhört Zeit zu sein.
Beginnt gefühlt in leisem Rhythmus zu verfliegen.
Wird stille Zeit. Als neige sie sich irgendeinem Ende zu.
Oder einem Anfang doch?
Wer bringt es mir an meinen Platz?
Wer bringt es dir - das Licht?
Wer bracht es euch, vor längst vergessnen Zeiten?
Euch, die ihr auf euren Füßen saßet.
Schweigend die Augen geschlossen haltend.
Weil ihr wusstet, wie es um euch dunkel wart.
Was durchbrach euer Wachen in dieser Nacht?
Wer vermochte euer Innehalten,
euer Erinnern zu Durchbrechen?
Ein Engel war’s.
Einer kam, um große Freudenbotschaft zu verkünden.
„Habt keine Angst!“ So sprach er.
„Euch ist ein Retter geboren,
er bringt das Licht zu allen Menschen.“
Groß vernahm der Engel die Furcht in euren Blicken.
„Habt keine Angst!“ So sprach er.
Eure Augen blieben nicht verschlossen.
Ihr saßt auf euren Füßen, auf lichtem Platz.
Das Licht für euch.
Das Licht für dich.